Eine sich auflösende Bitcoin Münze.

Hunderte Milliarden weg — Krypto-Markt crasht: Bitcoin, Ether & Co. brechen ein

Seit dem Höchst­stand, den Bit­coin vor gut einem Monat ver­zeich­ne­te, geht es für die Cyber-Leit­wäh­rung deut­lich berg­ab. Dazu trug zeit­wei­se Tes­la-Chef Elon Musk mit sei­nen Kom­men­ta­ren bei und nun die Ankün­di­gung der chi­ne­si­schen Behör­den, die Ver­wen­dung von Kryp­to­wäh­run­gen wei­ter einzuschränken.

Nach Ankün­di­gun­gen neu­er Restrik­tio­nen von Kryp­to­wäh­run­gen in Chi­na ist der Bit­coin-Kurs­kräf­tig abge­rutscht. Der Kurs ver­lor zeit­wei­se rund 25 Pro­zent auf 33.000 Dol­lar, nach­dem er kurz zuvor noch bei über 43.600 Dol­lar gele­gen hat­te. In den Tagen zuvor hat­ten bereits Spe­ku­la­tio­nen um Bit­coin-Ver­käu­fe des Elek­tro­au­to­bau­ers Tes­la die Cyber-Devi­se auf Tal­fahrt geschickt. 

Bitcoin

Auch ande­re Kryp­to-Wäh­run­gen bra­chen nun ein. Die zweit­wich­tigs­te digi­ta­le Wäh­rung Ether, die mit dem Ethe­re­um-Block­chain-Netz­werk ver­bun­den ist, gab rund 30 Pro­zent nach. Die Kryp­to­wäh­rung Doge­coin fiel um 40 Pro­zent, wie aus Anga­ben der Bewer­tungs­web­sei­te Coin­ge­cko her­vor­ging. Auch die in Frank­furt gelis­te­ten Akti­en der Kryp­to-Bör­se Coin­ba­se gaben um sechs Pro­zent nach. Trotz des jüngs­ten Kurs­rut­sches lie­gen die bekann­ten Kryp­to­wäh­run­gen wie Bit­coin, Ether und Doge­coin noch ein Viel­fa­ches über ihrem Wert vor einem Jahr. 

Ange­heizt wur­de der Preis­ver­fall nun durch Ankün­di­gun­gen Chi­nas, Finanz­in­sti­tu­ten zu ver­bie­ten, Dienst­leis­tun­gen im Zusam­men­hang mit Kryp­to­wäh­run­gen anzu­bie­ten. Damit ver­schärf­ten die chi­ne­si­schen Regu­lie­rungs­be­hör­den ihr Durch­grei­fen bei digi­ta­len Wäh­run­gen. Vie­le der neu­en Rege­lun­gen erwei­tern bereits bestehen­de Beschrän­kun­gen und schlie­ßen Schlupf­lö­cher. Zudem warn­ten hat­ten chi­ne­si­sche Ban­ken­ver­bän­de am Diens­tag Inves­to­ren vor “Spe­ku­la­tio­nen” gewarnt und Finanz­in­sti­tu­te dazu auf­ge­ru­fen, Kryp­to­wäh­run­gen als Zah­lungs­mit­tel weder zu akzep­tie­ren noch zu benut­zen. Die Ver­bän­de ver­wie­sen unter ande­rem auf den im Aus­land zuletzt stark schwan­ken­den Kurs der vir­tu­el­len Wäh­run­gen — Spe­ku­la­tio­nen rund um das digi­ta­le Geld hät­ten hin­ge­gen sprung­haft zugenommen.

Das alles scha­de ins­ge­samt der Sicher­heit der Güter­ver­sor­gung und brin­ge das welt­wirt­schaft­li­che Gefü­ge durch­ein­an­der, warn­ten die Ban­ken­ver­bän­de. Chi­na hat­te 2019 Zah­lun­gen im Land mit digi­ta­len Wäh­run­gen für ille­gal erklärt und die­sen Schritt mit Sor­gen um das Finanz­sys­tem und die sozia­le Sta­bi­li­tät begrün­det. Das Land arbei­tet zugleich aber an einer eige­nen Kryp­to­wäh­rung, die jedoch von der Zen­tral­bank flan­kiert wer­den soll und damit anders gela­gert ist als ande­re Digitalwährungen. 

Der Bit­coin-Kurs ist extrem anfäl­lig für öffent­li­che Äuße­run­gen und Zuspruch durch bekann­te Per­sön­lich­kei­ten. So rüt­tel­te zuletzt etwa Tes­la-Chef Elon Musk den Kurs durch­ein­an­der — indem der Auto­bau­er zunächst Bit­coin als Zah­lungs­mit­tel akzep­tier­te und dann wie­der davon abrück­te. Zudem hat­te Musk sich zeit­wei­se gera­de­zu eupho­risch vor allem über Doge­coin geäu­ßert, war zuletzt aber mit Kri­tik hervorgetreten. 

Quel­le: ntv.de, mbo/AFP/rts

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